Überschrift Was macht Frauen arm?

Ein Grund für Frauenarmut ist die tragende Rolle des Einkommens. Strukturelle Benachteiligungen zeigen sich in der durchschnittlich schlechteren Bezahlung von typischen „Frauenberufen“ und dem
Gender Pay Gap, denn das Einkommen von Frauen liegt in Deutschland durchschnittlich 22 Prozent unter dem von Männern.

Illustration Handtasche

In Deutschland verdienen Frauen durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer. In einer Stunde macht das mehr als 4 Euro aus.

Vor allem das Mutter-Sein und die Übernahme familiärer Fürsorge werden zum Armutsrisiko, denn obwohl Frauen meist nicht weniger, sondern sogar mehr Stunden am Tag arbeiten, wird im Schnitt nur ein Drittel davon bezahlt. Der Großteil ist unbezahlte Arbeit für Familie und Gesellschaft. Für ein eigenständiges existenzsicherndes Einkommen und eine ausreichende Altersvorsorge reicht es so oft nicht.

Illustration Frau mit Weltkugel

Frauen leisten zwei Drittel
unbezahlte und ein Drittel
bezahlte Arbeit. Bei Männern
ist es genau umgekert.

Bei Migrantinnen kommen sprachliche Barrieren, die Nichtanerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen und Vorurteile erschwerend hinzu, so dass diese - insbesondere als Mütter - deutlich weniger in den Arbeitsmarkt integriert sind.

Studie des Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren
und Jugend


Integrationsmonitoring des AmkA

Anerkennung von Berufsabschluessen

Allgemeine Infos beim Ministerium für Bildung und Forschung:
www.anerkennung-in-deutschland.de

Illustration Hände

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Armut kann unterschiedliche Ursachen haben und vielen im Lebensverlauf passieren, ohne dass dies vorhersehbar oder persönlich verschuldet wäre. Dennoch spielen eigene Entscheidungen für das Armutsrisiko eine Rolle.

Frauen wählen Berufe aus, bei denen die Vereinbarkeit mit Familie wichtiger ist, als Einkommen oder Karrierechancen. Sie unterbrechen für Familienaufgaben ihre Erwerbstätigkeit und arbeiten häufig in Teilzeit oder Minijobs.

Prekär wird es für Frauen oft bei Trennungen und der Auflösung ihrer Kleinfamilie, da die Einkommensdifferenzen nicht mehr durch das Einkommen des Mannes aufgefangen werden.

Bei Alleinerziehenden ist das Armutsrisiko besonders hoch, da die Zuständigkeit für die Kinder, das Familieneinkommen und die Familien- und Hausarbeit nicht auf mehrere Schultern verteilt werden können und Angebote zur Entlastung nicht ausreichend verfügbar sind.

Auch die Betreuung hilfs- und pflegebedürftiger alter Menschen in Familien und die Vereinbarkeit dieser überwiegend unbezahlten Pflegeaufgaben mit Berufsarbeit gewinnt für die Lebensrealität von vielen Frauen zunehmend an Bedeutung.

Kurzfassung des 1. Gleichstellungsbericht
der Bundesregierung